1 Toter und 3 Verletzte nach Feuer in Metallverarbeitendem Betrieb
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Eingesetzte Kräfte: | |||||||||
Eingesetzte Fahrzeuge der Feuerwehr Oker: |
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„Metallbrand in einem Recyclingbetrieb“ lautete die erste Alarmierung für die Ortsfeuerwehren aus Oker und Goslar. Kurz nach dem Eintreffen wurde deutlich, dass weitere Einsatzkräfte benötigt werden. Die Feuerwehren Goslar und Oker wurden ein zweites Mal alarmiert. In Oker heulten sogar die Sirenen, um auch Kameraden ohne "Pieper" zu erreichen. In einer Industriehalle waren Metallspäne in Brand geraten. Rauch und enorme Hitze breiteten sich schnell in der gesamten Halle aus und sorgte für eine absolute Nullsicht. Unter schwerem Atemschutz retteten Einsatzkräfte aus Oker und Goslar eine Schwerstverbrannte Person, sowie drei weitere Mitarbeiter aus der verqualmten Halle.
Die lebensgefährlich verletzte Person wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 30 aus Wolfenbüttel in die Medizinische Hochschule Hannover geflogen. Am Abend erlag der Mitarbeiter seinen Verletzungen. Da sich bereits viele Schaulustige den Weg zur Einsatzstelle gebahnt hatten, deckten Feuerwehrleute mit Hilfe von Decken die direkte Sicht zum Schutz des Patienten ab. Die drei leicht Verletzten wurden vom Rettungsdienst und dem DRK Oker betreuend erstversorgt und in umliegende Krankenhäuser gefahren. Der Rettungsdienst nahm die erste Stufe des „MANV“ Massenanfall von Verletzten vor, um alle Patienten zeitgerecht behandeln zu können. Dementsprechend waren der Leitende Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, sowie ein Notarzt aus dem Landkreis Harz vor Ort.
Im ersten Löschangriff wurde der Pulverlöschanhänger der Ortsfeuerwehr Oker eingesetzt, für den weiteren Einsatzverlauf die Werkfeuerwehr H.C. Starck mit einem speziellen Metallbrandpulver alarmiert. Würde man einem Metallbrand mit Wasser löschen käme es zu einer explosionsartigen Verdampfung des Löschwassers, da Metall mit einer sehr hohen Temperatur brennt.
Das brennende Material wurde nach und nach aus der Lagerhalle ins Freie gebracht und dort abgelöscht. Mit der Wärmebildkamera wurde der Einsatzbereich ständig überwacht.
Die Ortsfeuerwehren aus Hahndorf und Immenrode wurden nachalarmiert, damit die umfangreichen Löscharbeiten an den brennenden Metallspänen unter schwerem Atemschutz fortlaufend durchgeführt werden konnten. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf.
Insgesamt waren 108 Einsatzkräfte vor Ort.
Einsatzfotos
Quelle oder weiterführende Informationen
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