23 Bewohner aus Seniorenheim gerettet
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Eingesetzte Kräfte: | |||||||||
Eingesetzte Fahrzeuge der Feuerwehr Oker: |
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Eine schwierige Lage bot sich den eintreffenden Einsatzkräften am Mittwochabend in der Rammelsberger Straße in Goslar. Mehrere ältere Personen standen auf den verqualmten Balkonen auf Vorder- und Rückseite eines als betreutes Wohnen ausgerichteten mehrgeschossigen Seniorenwohnheimes. Polizeikräfte, Nachbarn und weitere Helfer unternahmen, soweit möglich, bereits die ersten Evakuierungsmaßnahmen der insgesamt 23 Bewohner. Mit Steckleitern und insgesamt 3 Drehleitern/Hubrettungsfahrzeugen konnten alle weiteren Personen gerettet werden. 9 von ihnen wurden aus gesundheitlichen Gründen vorsorglich in das Krankenhaus Goslar eingeliefert, alle weiteren wurden nach der Betreuung Privat und in einem anderen Seniorenheim im Stadtgebiet untergebracht. Nach der Menschenrettung konnte ein massiver Löschangriff von innen und außen erfolgen. Die enorme Hitzeentwicklung ließ auch ein circa 1m Stück einer Zinkabflussinne komplett abschmelzen. Die betroffene Wohnung brannte völlig aus. Über 230 Einsatzkräfte (Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK, Polizei und Weitere) waren vor Ort, die Rammelsberger Straße wurde für die Einsatzdauer gesperrt. Die Ortsfeuerwehr Oker stellte mit anderen Ortsfeuerwehren die Atemschutzgeräteträgerreserve, betreute mit dem DRK die Bewohner, setzte ein Druckbelüftungsgerät auf der Gebäuderückseite ein und unterstützte im operativen Ablauf des Einsatzes.
Erstmals wurde vom Rettungsdienst die höchste MANV-Stufe (Massenanfall von Verletzten) ausgerufen, um die 23 betroffenen Bewohner entsprechend betreuen und versorgen zu können. Das Kriseninterventionsteam (Notfallseelsorge) war ebenfalls für die Nachsorge vor Ort.
Bei der Abfahrt von der Einsatzstelle setzte heftiger Starkregen ein, der aber trotz Vermutung, nicht zu weiteren Einsätzen für die Ortsfeuerwehr Oker führte.
