Metallspäne in Brand geraten
|
Eingesetzte Kräfte:
|
||||||||||
Eingesetzte Fahrzeuge der Feuerwehr Oker: |
|||||||||||
In einem Recycling-Betrieb in der Wolfenbüttelerstraße wurden bei Verladearbeiten von mehreren 100 Kg Edelmetallspäne Glutnester entdeckt. Erste Löschversuche der Mitarbeiter mussten aufgrund der Rauch- und Hitzeentwicklung abgebrochen werden. Sofort wurden die Ortsfeuerwehren Oker und Goslar alarmiert. Bei Eintreffen der Kräfte war schnell klar: mit Wasser oder Schaum kann hier nicht gelöscht werden, da sonst eine heftige chemische Reaktion erfolgen würde. Erste Löschversuche mit dem P 250 der Ortsfeuerwehr Oker brachten leider nicht den gewünschten Erfolg. Mit Hand- und Gabelstaplern wurde unter schwerem Atemschutz die brennende Metallspäne in das trockene Freie verbracht. Somit konnte in der Halle eine Brandausbreitung und ein übergreifen auf die Dachkonstruktion verhindert werden. Mit einer Wärmebildkamera wurde das Außendach über die Drehleiter und von innen mit einem Atemschutztrupp die Wärmeentwicklung überwacht. Zeitgleich konnte mit mehreren Druckbelüftungsgeräten die Halle nach und nach von Rauch befreit werden. Mit Schaufeln wurde die mehrere tausend Grad heiße Masse in Zwischenbehälter und letztendlich in einen großen Container verladen. Mit speziellem Metallbrandpulver der Werkfeuerwehr H C Starck und mehreren Tonnen trockenem Zement von einem nahe gelegenen Zementwerk konnte die glühende Späne abgedeckt und somit der Sauerstoff entzogen werden. Hierbei unterstützte auch die Ortsfeuerwehr aus Hahndorf. Die Einsatzleitung übernahm der stellvertretende Stadtbrandmeister. Der Rettungsdienst brauchte nicht einzugreifen. Es gab keine verletzten Personen. Im Einsatz waren 55 Personen und 12 Fahrzeuge.
